Freitag, 8. März 2013

Ausbeiner u. Zerleger von Schweinefleisch für Kolonne gesucht! Oder auch: Storytelling? Nein, danke!?"

Eines der Lieblings-Buzz-Words der HR-Szene in 2012 war "Storytelling". Die HR Branche brauchte einige Zeit, um zu verstehen, wie Social Media überhaupt technisch funktioniert. Jetzt wo nunmehr diese Lektion seit 1-2 Jahren gelernt ist, hat man ganz offenbar festgestellt, dass man auch Stoff braucht, den man sich im Social Web gegenseitig erzählen kann.

Was liegt dabei näher als sich dem Storytelling zuzuwenden? Da steckt doch die Lösung schon drin (übersetzt "Story = Geschichte und telling = erzählen). Und schon wurden überall Geschichten erzählt, ob sinnvoll oder sinnbefreit.

Seither wurden reihenweise Mitarbeiter durch stocksteife, mega-unauthentische Interviews gequält und jede Menge Geschichten erzählt, die keiner hören will (dafür gibt es zig Beispiele auf Youtube - z.B: Trailer zu Truck Geschichten - sogar mit Armin Rohde -, ganze 1300 geklickt in zwei Jahren!). Ich frage Sie, euch, alle ... macht das Sinn?

Und diese ganzen Storytelling-Berufstitel: Da wird der Teamassistent zum Grosseganzeseher und der Fleischer zum Wurstdesigner. Nein, meine lieben HR Manager und Kommunikatoren: Ein Fleischer bleibt ein Fleischer und ein Zerleger von Schweinefleisch, ein Zerleger von Schweinefleisch.

Unter PR- und Kommunikationsstrategen scheint sich indes eine Storytelling-Allergie auszubreiten. Hierzu sagte ein Bekannter von mir heute: "Stichwort: Storytelling-Allergie ... Was ich zwischendurch erfrischend fände: mal wieder Klartext statt umständlicher persönlicher Authentizitäts-Alltags-Reportagen. Wir brauchen Emotion UND Information UND Austausch!"

Ich dachte, als ich das heute gehört habe: "Danke!" Denn exakt diese Sehnsucht nach ein bisschen gesunder Ausgewogenheit der Kommunikationansätze, das wünsche ich mir auch schon lange.

Storytelling, nein danke!? Hm, ganz so würde ich es jetzt auch nicht sehen. Ich glaube, wir müssen zusehen, dass wir bei der ganzen Erzählerei nicht denn Sinn und Zweck aus dem Augen verlieren. Was denken Sie?

Montag, 25. Februar 2013

Der etwas andere HR BarCamp Review: #hrbc13 war am Freitag (in Berlin Charlottenburg) Hashtag des Tages!

Huch! Heut mal nicht am Freitag? Genau! Das ist eine Sonderausgabe.

Die ganze Arbeit hat sich gelohnt! Das HR BarCamp war 2013 wieder ein voller Erfolg. Auch dieses Jahr gibt es bereits nach wenigen Tagen jede Menge Reviews:

- HR Barcamp 2013. Etwas Guerilla, kein Employer Branding, viel Recruiting und noch mehr Netzwerken (personalmarketing2null Blog / Henner Knabenreich)
- Interview: „Recruiting ist ein großes Thema“ (Human Resources Manager Magazin)
- HR BarCamp 2013: Von Frechmut und Crowdstorming (Werben und Verkaufen/Personalmarketing Blog)
- Einiges mit Guerilla* - vieles mit Frechmut** - alles mit Aha! - ein erstes Feedback zum HR BarCamp in Berlin(Leipziger HRM Blog)

Ich spar mir also weitere Worte. Hab aber für Sie / Euch über storify noch einmal alle Tweets und sonstige Social Media Einträge gesammelt. Wer mag, kann hier noch einmal via Social Media die Veranstaltung Revue passieren lassen (Bild anklicken):



Freitag, 15. Februar 2013

Was sind Ihre "Bewerber-Conversion-Killer"!? Wie ist Ihre Conversion Rate?

Da haben ich doch vor ein paar Tagen einen interessanten Artikel zum Thema Conversion-Killer gelesen und mir gedacht, ja, guter Ansatz mal so herum zu denken. Gut, das ist nicht sooo neu. Der Analyseansatz „was kann alles schief gehen?“ oder „wie erreichen wir unsere Ziele garantiert nicht?“ den gibt es in allen erdenklichen Varianten und auch schon ziemlich lange. Aber ich gebe es offen zu, ich habe bisher noch nicht über unsere (MSL Germany) Conversion nachgedacht. Sie über die ihrige?

Noch einmal zurück. Was ist bedeutet eigentlich Conversion und was ist eine Conversion Rate? Das Conversion Tracking kommt ursprünglich aus der Analyse von Website und beschreibt die Aktionsauswertung ihrer Besucher auf einer Website. Die Conversion Rate ist letztlich die Antwort auf die Frage, wie viele von denjenigen die eine Website besuchen auch einen Kauf o.ä. tätigen. Fassen wir den Begriff wohlwollend etwas weiter und übertragen diesen auf die Bewerbersituation.

(100 Bewerbungen / 500 Besucher auf der Karrierewebsite)*100 = 20 % Rate

Was wären denn dann sog. Conversion Killer? Umstände, die zu einem Abbruch des Bewerbungsprozesses führen könnten? Hier eine kleine Auswahl:

- Der Bewerber gelangt auf die Unternehmensseite und findet den Karrierebereich nicht

- Der Bewerber findet den Karriereteil und wird auf die globale Seite weitergeleitet

- Der Bewerber findet die ausgeschrieben Stelle (von der er in einer Jobbörse gelesen hat) nicht

- Der Bewerber hat noch einige Fragen und findet keine Ansprechpartner die er/sie direkt ansprechen kann.

- Der Bewerber findet direkte Ansprechpartner (Hompage / Social Media /Telefon), diese Antworten jedoch nicht (zeitnah)

- Die Stellenanzeige hat Rechtschreibfehler und ist auch sonst schlecht geschrieben

- Der Bewerber will sich bewerben. Er öffnet das Bewerbungsformular und macht es gleich wieder zu.

- Der Bewerber will sich bewerben. Er öffnet das Bewerbungsformular und gibt nach einer Stunde auf.

- Der Bewerber will sich bewerben. Er schickt eine Mail an karriere@xy.com - Mail kommt zurück. Die Mailbox des Empfängers ist voll.

usw.

Man kann das Spielchen natürlich auch weiter fassen, um die eigene Prozesskette bis zur abgegebenen Bewerbung zu überprüfen. Quasi vom initiierten Interesse beim Bewerber bis zur erfolgreich absolvierten Probezeit. Und wenn ich daran denke, dass ich selbst mal ein gutes Angebot ausgeschlagen habe, weil ich das Interieur so furchtbar fand …

Wissen Sie was, ich fange gleich mal an Conversion Killer zu killen. Bis nächste Woche.
































PS: Weitere hübsche Conversion Infografiken finden Sie hier.



Freitag, 8. Februar 2013

Die Goldene Runkelrübe hat jetzt ein Zuhause!

Der Anfang ist gemacht. Der neue Award "die Goldene Runkelrübe der HR Kommunikation" hat jetzt ein neues Zuhause: Voila!







Das Beste ist jedoch, dass es bereits in jeder Kategorie auch Einreichungen gegeben hat! Schauen Sie doch mal rein:

Stellenanzeigen
Karriere-Videos
Karrierewebsite
Social Media Arbeitgeberpräsenz

Begeben Sie sich jetzt mit uns auf die Suche und melden Sie uns die kleinen Katastrophen des Personalmarketings. Jede Einreichnung bleibt selbstverständlich anonym. Einfach eine Mail an: pfuipfuipfui@goldene-runkelruebe.de

Jede Einreichung bekommt eine laufende Nummer. Nach Einreichung aller Vorschläge stimmt eine Jury im November 2013, bestehend zu gleichen Teilen aus Unternehmensvertretern, Dienstleistern und Bewerbern, über die Einreichungen ab. Gewinner der goldenen Runkelrübe in der jeweiligen Kategorie ist die Einreichung mit den jeweils meisten Stimmen.

Ich freue mich drauf!

Freitag, 1. Februar 2013

Kursana pflegt ... Ideenklau! 3 Top-Tipps für den Fall, dass Ihnen auch mal die Ideen ausgehen.

Mein Gott, das kann doch mal passieren.
Nein, kann eigentlich nicht!

Man kann nicht jede Anzeige kennen. Aber eine Mechanik, die wir schon hundert mal gesehen haben? Im Sommer 2010 hatte ich bereits darüber berichtet, wie einfallslos doch Personalmarketing sein kann ("Personalanzeigen von heute – ohne Idee, austauschbar und langweilig!"). Vor allem aber, wie blöd es ist quasi identische Kommunikationsansätze zu verwenden und dabei zu titeln: "Überraschend anders!".

Der Ansatz der 2010 schon ganz alt war, ist mir diese Woche schon wieder in die Hände gefallen. Peinlicher Ideenklau, liebe Kollegen von Kursana! Mehr braucht man dazu eigentlich nicht sagen. Überzeugen Sie sich selbst:




Das ist insbesondere deswegen peinlich, weil Lidl diese Motive noch 2012 verwendet hat (und vielleicht 2013 noch verwendet?).

Was aber tun, wenn die Kasse leer ist und man dennoch gute Kommunikation machen will? Gute Frage.

Drei Top-Tipps:

1. Schauen Sie selbst, was der Markt hergibt. Sehen Sie nach dem Status quo hoch gelobter Personalmarketing Aktivitäten um. Wie? Zum Beispiel:
- In dem Sie sich für eine gewisse Zeit jeden Karriereteil kaufen, den die Zeitungen und Magazine hergeben.
- Surfen Sie auf Monster und Stepstone herum und schauen Sie sich die Anzeigen Ihrer Konkurrenten an.
- Kommen Sie zum HR BarCamp und lassen Sie sich von Kollegen Tipps geben.

2. Recherchieren Sie akribisch Ihre Ausgangssituation. Besinnen Sie sich auf das, was Ihr Unternehmen ausmacht - auf Ihre Stärken. Stellen Sie sich Fragen, wie: Was unterscheidet mein Unternehmen von der Konkurrenz?  Was für Möglichkeiten bieten wir mit der vakanten Position? Was interessiert unsere Zielgruppe? Sie denken, das ist trivial? Dann fangen Sie doch gleich mal an.

3. Lassen Sie Ihre KFZ-Mechaniker, Pförtner oder Sales Manager die Lohnabrechnung oder das Recruiting machen?  Nein? Dann texten/schreiben Sie auch nicht selbst und denken Sie sich keine nichtssagenden, langweiligen Motive aus. Arbeiten Sie mit einem Dienstleister. Arbeiten Sie mit jemanden, der weiß wie Kommunikation funktioniert.
 

Freitag, 25. Januar 2013

Job oder Erotikangebot? Oder: Was Stockbilder anrichten können.

Man hat den Eindruck, jetzt da es "die Goldene Runkelrübe" der HR Kommunikation gibt, geben sich die Arbeitgeber besonders viel Mühe ... Ausfälle zu produzieren. Ausgerechnet im Magazin der W&V wirbt der Polstermöbel-Spezialist Trösser mit dieser Anzeige:


































Ein Paradebeispiel dafür, wie liederlich mit Anzeigen und Anzeigenmotiven im Personalmarketing umgegangen wird. Es ist offensichtlich, dass hier am Budget gespart wurde. Für ein richtiges Bild hat es nicht gereicht, also nimmt man einfach die für den Abverkauf der Sofas geshooteten Bilder. Das Problem ist nur, dass das Bild für den Sofa-Verkauf zwar ok ist, aber auf eine Recruitinganzeige nicht passt. Viel mehr noch, denn so wie oben zu sehen, bekommt es eher den Duktus einer Partnerschaftsanzeige. Unterirdisch.

Mein Vorschlag für Sie: Wenn Sie kein Geld für ein ordentliches Motiv haben, dann machen Sie doch einfach eine Typo-Anzeige. Aber bitte lassen Sie dann auch einen Texter texten.

Freitag, 18. Januar 2013

Endlich ist sie da! Die Goldene Runkelrübe der HR Kommunikation!

















Bereits im Februar (2012) habe ich Verbündete für diese Idee gesucht. Leider war das nicht so einfach. Die Blogger Kollegen und Freunde der innovativen HR haben alle Kunden, die es zumindest teilweise auch nicht leicht mit ihrer HR Kommunikation haben. Und wer will schon den eigenen Kunden verprellen? Oder den des verehrten Kollegen? Das versteht man natürlich. Schließlich bedeutet die Verleiung der Goldenen Runkelrübe für die HR Kommunikation, die  schlechteste HR Kommunikationsarbeit zu krönen. Am Ende habe ich "Gott sei dank!" doch noch ein Mitstreiter für diese Idee gefunden: Henner Knabenreich! Henner Knabenreich (Berater) optimiert leidenschaftlich gerne Arbeitgeberauftritte und ärgert sich ebenso leidenschaftlich (wie ich) über unnötig schlechte Personalmarketingmaßnahmen.

Es gibt einfach zu viel schlechte HR Kommunikation, der man einfach einmal die rote Karte zeigen muss. Motiviert von dem kahnschen Leitsatz: "Eier, wir brauchen Eier!" stellen wir Ende 2013 seinen (personalmarketing2null) und meinen Blog als Plattform zur Verfügung, um der Goldenen Runkelrübe ein Zuhause zu geben.

Vier Kategorien sind für 2013 im Plan:

- Die unattraktivste Karriere-Website
- Die abschreckendste Stellenanzeige
- Das furchtbarste Karriere-Video (YouTube)
- Der mißlungenste Social Media Aufritt

Bis zum 15. November 2013 kann JEDER der sich über schlechte HR Kommunikation geärgert hat, die HR-Kommunikations-scheußlichkeiten einreichen unter: pfuipfuipfui.hr.com@gmail.com

Aus den abscheulichsten Beiträgen wird dann abschließend der Gewinner ausgewählt.

Die Auswahl erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Die Gewinner der diesjährigen Goldenen Runkelrübe werden im Rahmen einer Gala an die Preisträger vor exklusivem Publikum verliehen und natürlich im Blog von Henner Knabenreich sowie hier vorgestellt.

Am Donnerstag, den 05.12.2013 wird die goldene Runkelrübe verliehen. Save the date!
Ich freue mich schon. 

Freitag, 11. Januar 2013

Personalmarketing mit dem "Blubb" oder über die Kunst der Bild-Text-Schere

Wissen Sie was eine Bild-Text-Schere ist? Wenn nicht, dann ist dieser Blogpost für Sie eine gute Gelegenheit, diese kleine Bildungslücke jetzt zu schließen. Wernn ja, ach, dann lesen Sie denn Beitrag doch einfach trotzdem, weil ich mir so viel Mühe gegeben habe.

Die HORIZONT hat am 03.01. ("Reinsclassen realisiert Employer Branding Kampagne für SAS") über die neue Anzeige für SAS berichtet. Mit folgendem Motiv:






















Sie sehen hier eine super Vorlage, um die Frage "Was ist eine gute Bild-Text Schere?" zu besprechen. Bei einer Bild-Text-Schere entsprechen Bild und Text sinngemäß nicht - wie allgemein sonst üblich - zusammen, so dass eine überraschende Doppeldeutigkeit entsteht. Diese Mechanik ist schon uralt. Gut gemacht ist diese Methode nach wie vor eine der effektivsten, wenn es darum geht Aufmerksamkeit zu generieren.

Keine Frage, oben gibt es keine Bild-Text-Schere. Aber es passt auch nicht zum Text, bzw. zum Unternehmen. Bei der Kampagne hat man sich richtig viel überlegt und es offebar mit dem Tiefgang etwas übetrieben. Man fragt sich, was zum ... sucht die arme Frau im Wasser? Ist SAS ein U-Boot Hersteller? Eine Bergungsfirma? Eine Badeanstalt? Und: Kann man das große Ganze unter Wasser ohne Brille überhaupt sehen? Wozu die Taschenlampe, wo der Pool doch offenbar hell erleuchtet ist?

O.K., es sieht cool aus. Aber macht die Personalanzeige "mit Blubb" irgendwie Sinn?

Schauen Sie mal, so macht es BMW (siehe unten). Geht doch. Sympathisch, ohne viel Firlefanz und sogar mit einer klitzkleinen Pointe (hier sehen wir so einen halben Ansatz von Bild-Text-Schere).










Freitag, 21. Dezember 2012

Die Power der Belegschaft beim Recruiting nutzen: Jobs-for-friends

Aus dem Nähkästchen: Letzte Woche Donnerstag gab es unser großes Strategiemeeting und im Anschluß unsere Weihnachtsfeier. Während des Strategiemeetings habe ich unter anderem die Ergebnisse unserer Agenturumfrage präsentiert und mit der Belegschaft diskutiert  (übrigens waren die Ergebnisse trotz vereinzelter Kritik, sehr gut!). Jedenfalls ging es mitunter um die Frage, warum die Belegschaft - wo sie doch MSL Germany toll findet - so selten Jobs die wir ausschreiben in Social Media mit ihren Freunden teilt. Eine echte Begründung konnten wir aus der Diskussion nicht herausstellen. Scheinbar war den Kollegen die Relevanz ihrer Unterstützung nicht klar. Vielleicht fehlte aber einfach auch die Incentivierung?

Mit dieser Frage hat sich softgarden (Hauptsponsor des HR BarCamps) intensiv befasst und jobs-for-friends erdacht. 100% Social Recruiting, denn "jobs-for-friends macht Personalsuche zur Freundesangelegenheit und spannt Kollegen via Social Media mit ein."

Ich habe mir von Sibylle Jung die Idee von jobs-for-friends genauer erklären lassen:

Liebe Sibylle, noch sieht es auf der Plattform ein wenig leer aus, wenn man als Tester
hinter die Kulissen blickt. Wann geht es denn nun wirklich los?

Also wir sind startklar. Es gibt sicher noch die ein oder andere Stelle, die optimierungswürdig ist, deshalb arbeiten wir auch kontinuierlich weiter an der Plattform. Trotzdem kann das Tool schon zur Rekrutierung über die eigenen Mitarbeiter genutzt werden, momentan sogar noch kostenfrei (zumindest die ersten 5 Jobs). Aber wie das so mit neuen Tools und Ideen in Sachen Social Media für den HR-Bereich ist, es sind alle noch vorsichtig und wagen sich nur zaghaft vor. Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass Du uns hier die Möglichkeit gibst kurz über jobs-for-friends zu sprechen.

Ich durfte ja schon mal ein wenig hineinschnuppern, aber sagen Sie uns doch mal, was
ist den der Clou von jobs for friends?

Der Clou ist, dass ein Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter Programm endlich sinnvoll mit Social Media verknüpft wird. Interessierte Kandidaten erfahren durch Freunde und Bekannte schon vorab wichtige Informationen über das Unternehmen, die Unternehmenskultur und die zu besetzende Stelle. Der Kandidat kann sich ein genaueres Bild davon machen, was ihn auf der Position, für die er sich bewirbt, erwartet. Das steigert die Qualität der Bewerbungen und schont gleichzeitig das Recruitingbudget.

Also, eigentlich wie ein erweiterter "Sharebutton" mit Incentivierungsfunktion?

Genau. Das „erweiterter“ enthält wichtige Informationen für die Kandidaten im Vorfeld, gesteigerte Social Media Präsenz des Unternehmens und Motivation für die eigenen Mitarbeiter sich für das Recruiting einzusetzen.

Was bekommen die Mitarbeiter für die Credits?

Bisher sammeln die Mitarbeiter Bonuspunkte für jeden gesharten Job und zusätzlich für jede Bewerbung, die auf einen gesharten Job eingeht. Die Bonuspunkte können auf den jeweiligen Mitarbeiterprofilen von jobs-for-friends angezeigt werden und dienen zunächst als Gamification. Es bleibt jedem Unternehmen freigestellt, ob z.B. der Empfehlungskönig des Monats gekürt wird. Langfristig sollen die Bonuspunkte gegen Prämien eingetauscht werden können, ganz nach dem altbekannten Miles-and-More Prinzip.

Gibt es bereits Erfahrungswerte?

Wir haben bereits unsere erste Mitarbeiterin über jobs-for-friends eingestellt! :-)

Na, wenn das nichts ist! Vielen Dank für das kleine Interview, Sibylle!

Auch zu jobs-for-friends gibt es ein wunderbares Tutorial:

Freitag, 14. Dezember 2012

Personalmarketing 2013? Egal was kommt, bitte kreativ!

Im Artikel der W&V vom 6. Dezember werden 19! Spezialisten aus Agenturen, Unternehmensberatungen und Unternehmen befragt, mit welchen Herausforderungen im Personalmarketing die Branche 2013 zu rechnen hat. Sparen wir uns eine Reihe von Worthülsen und alte Hüte, dann sind die O-Töne ganz interessant. Ich fasse zusammen:

- Analyse und Strategie und ihre crossmediale Umsetzung werden wichtiger
- Social Media spielt 2013 eine (das sehe ich übrigens total anders) nachrangige Rolle, ist nur ein (Informations-)Kanal
- Interaktive Jobbörsen sind im kommen (Xing, LinkedIn, kununu, meinPraktikum, Experteer, ö.ä.)
- Authentizität bleibt ein wichtiges Thema, insofern sind und bleiben Videos ein wichtiges Mittel
- Professionalisierung in der Zusammenarbeit zwischen Personal und Marketing (und GF)
- Mobile Recruiting ist der nächste Schritt

Das Personalmarketing deutlich kreativer werden muss und bestimmt auch wird, das wird jedoch von keinem der Experten erwähnt. Dabei ist das doch nur logisch: Je mehr Unternehmen sich im Bereich Personalmarketing Mühe geben desto schwieriger wird es Sichtbarkeit zu erlangen. Bei diesem Unterfangen ist also Content "King" - nicht nur der Authentizität wegen, sondern wegen seiner Attraktivität. Authentische Videos die gähnend langweilig sind, die bringen nun einmal nichts.

Nicht zu unrecht hat Kerkhoff den HR Excellence Award für ihre Website gewonnen - sympathisch, kreativ, modern und authentisch. Geht doch! Zukünftig werden wir uns eben ein wenig mehr einfallen lassen müssen. Wir müssen im Personalmarketing kreativ sein!

Fangen Sie doch schon mal an, nachfolgend ein paar Tipps: 

Source: behance.net via Jannis on Pinterest

Freitag, 7. Dezember 2012

Vitamin B und Blitzbewerbung - Stefan Peukert im "live" Interview über die neuen Features auf meinpraktikum.de

Websites, Social Media Networks und Apps entwickeln sich extrem schnell. Gerade mal 9 Monate sind vergangen und schon erscheint meinPraktikum.de im neuen Beinkleid und mit einigen überraschenden Neuerungen. Grund genug noch einmal ein Interview zu führen. Am Montag dieser Woche hatten Stefan Peukert (meinPraktikum.de) und ich die Gelegnehit dazu. Viel Spaß beim Skype Interview:



Herr Peukert hat - quasi exklusiv für uns und diesen Beitrag - die neuen Features von meinPraktikum.de in einem Video-Tutorial zusammengefasst (Vielen Dank dafür!). Schauen Sie doch mal rein:

 

Übrigens, wer noch mehr Details erfahren will, der schaut vielleicht mal in den Blog von Top-HR-Blogger Henner Knabenreich. Auch er hat sich gerade mit der interaktiven Jobbörse befasst "Von Deutschlands Top Praktikums-Portal meinpraktikum.de, Mops Leo, Frau von der Leyen und Marcel Reich-Ranicki".

Freitag, 30. November 2012

Meeten sie noch oder gamestormen sie schon?

Ein kleiner Buchtipp für zwischendurch. 

Sicher, Sie kennen das. Es geht um Visionen und Ziele für 2013. Und wie das alles weitergehen soll. Sie kennen die endlos langen Termine, mit Vorträgen Ihres Chefs oder von Kollegen, die Sie bereits 34-mal gehört haben. In der Regel kommt man in diesen Meetings auf Ideen die so uralt sind, wie Ihre Oma.

Ist Ihnen das nicht auch zu langweilig? Versuchen Sie es doch mal mit echten Dialogen und Workshop Formaten die zudem noch Spaß machen. Mein Kollege Sebastian Schmidt (MD/Publicis) hat mich auf das Buch „Gamestorming“ gebracht. Wer Lust hat, mit neuen Workshop-Formaten intern neue Wege zu gehen, dem sei hiermit dieses Buch ans Herz gelegt. Vielleicht ist das eine oder andere für Sie zu spielerisch, aber sie bekommen mit diesem Buch jede Menge neuer Ansätze für Ihre Analysesitzungen, Brainstormingrunden und Strategiemeetings. Versprochen.


Freitag, 23. November 2012

Wie Social Media die HR-Welt nachhaltig verändert hat und drei allgemeine Ansätze diesen Veränderungen zu begegnen.

Ich bin nicht der Erste, der über die im Titel geschilderte Veränderungen resümiert, na klar, aber in der letzten Woche habe ich ein paar sehr spannende Gespräche geführt (unter anderem mit meinPraktikum.de Chef, Peukert. Nächste Woche gibt es ein Video-Live-Interview mit ihm, nicht verpassen!), die mich abermals zum Nachdenken gebracht haben. Nachfolgend ein Miniatur-Status der Veränderungen der HR-Welt (mein Fokus wie immer: interne und externe HR Kommunikatkion) durch Social Media.

Zehn Jahre. Was ist das schon? Und doch haben die letzten zehn Jahre, insbesondere die letzten fünf, die HR Welt völlig umgekrempelt. Das Web 2.0, das sog. "Mitmach-Web" ist schuld. JEDER kann sich im Internet beteiligen und sprechen. Seit die großen Social Media Netzwerke existieren, also seit etwa 2003-2005, werden die Web-User sogar aktiv zum Austausch eingeladen.

Die zwei wichtigsten Veränderungen in kurzen Worten:

HR Kommunikation
Es gibt auf Eurozine einen wunderbaren Artikel (unbedingt lesen!), über die Vorurteile die in Gesellschaften über technische Neuerungen geäußert werden. In "Standardsituation der Techologiekritik" gibt es ein ganzes Konglomerat an fantastischen Zitaten zu lesen. Aus dem Artikel: "Freizeitforscher Horst Opaschowski prophezeite 1994: "Der Multimediazug ins 21. Jahrhundert wird eher einem Geisterzug gleichen, in dem sich ein paar Nintendo− und Sega−Kids geradezu verlieren, während die Masse der Konsumenten nach wie vor 'voll auf das TV−Programm abfährt'. Der Multimediarausch findet nicht statt. Die Macher haben die Rechnung ohne die Mitmacher gemacht. ..." oder auch - und fast weltberühmt - "... Ines Uusmann, die schwedische Ministerin für Verkehr und Kommunikation, hoffte noch 1996: "Das Internet ist eine Mode, die vielleicht wieder vorbeigeht." 2012 weiß jeder, dass es anders gekommen ist. Ganz anders.

Wir konstatieren seit einigen Jahren eine für Unternehmen teilweise problematische neue Transparenz. Etwas überspitzt und in einem Satz ausgedrückt: Was früher findige Journalisten in Detektiv-Manier recherchieren mussten, um skandalöse Verhältnisse in der Arbeitswelt aufzudecken und publik zu machen, das erledigen heute (Ex-)Mitarbeiter in einem Tweet, einem Facebook-Post, einem Blogbeitrag o.ä. Und so erscheint es ziemlich sicher, dass Portale wie zum Beispiel kununu, meinPraktikum (auf D-A-CH Ebene) oder wie glassdoor, schon in ein paar Jahren über Millionen Arbeitgeber-Bewertungen verfügen und somit zum ganz normalen Alltag Jobsuchender dazugehören. Und intern? Zunehmend löst das PDF, das Papier ab und das Intranet als digitales, schwarzes Brett, weicht einer interaktiven Kollaborationsplattform. Es ist offenbar nur noch ein Schritt bis zur Lösung von unflexiblen Server- und Datenstrukturen, hin zu Plattformen, in denen Instant Massaging Normalität und die Möglichkeit gleichzeitig zeit- und ortsunabhängig, gemeinsam mit Kollegen an dem gleichen Dokument zu arbeiten, eine Selbstverständlichkeit ist. Entscheidende Veränderung für die HR Abteilungen: 1. Bewerber haben Einblick in die Arbeitswelt eines Unternehmens 2. Mitarbeiter werden quasi immer zum Seitenblick animiert bzw. zur latenten Jobsuche motiviert.

Kultur
Das die sich rasant verändernde Kommunikationstechnologie und die damit einhergehenden neuen virtuellen Netzwerke zu einer Veränderung in der Gesellschaft geführt haben, das ist nicht neu. Ich erspare uns an dieser Stelle auch die ganze Gen Y Diskussion (auch weil in meinen Augen eine Tick zu überbewertet). Fakt ist: die Informationswelt dreht sich sowohl intern in den Unternehmen als auch in ihrer Umwelt deutlich schneller. Fakt zwei: junge Leute kommen mit dem Tempo und der Menge der Kommunikation ein bisschen besser zurecht als die Älteren. Für junge Menschen ist das Social Web bereits Normalität - für die gesamte Gesellschaft wird sie es gerade. Jedoch, trotz alle Vorteile, die die Veränderungen mit sich bringen, die Schnelllebigkeit die sich zuweilen in der virtuellen Welt offenbart, scheint sich auf die reale Welt zu übertragen. Ein Albtraum für den Personaler: Handelte es sich noch vor zehn Jahren nur um ein übles Personaler-Gefühl (Jobwechsel in Deutschland), verändern sich Lebensläufe heute in der Tat rasant (Jobhopping ist the 'New Normal' for Millanials). Der Jobhopper wird grausame Realität.































Was kann man tun? Wie muss HR diesen Veränderungen begegnen? Drei Ansätze:

1. Veränderung
Human Resources muss neugierig bleiben. Human Resources muss offen bleiben für die Veränderungen, die immer wieder auf Sie zukommen werden. HR muss mutig beleiben und stets den Willen haben neue Wege zu gehen.

2. Brand Kommunikation
Nicht neu, aber immer noch eine Baustelle in vielen Unternehmen: Die Employer Brand. HR hat hier in den meisten Unternehmen noch einen langen Weg vor sich.

3. Interne Kommunikation / Kultur
Wo sich viel verändert, da muss auch viel gesprochen werden. Es muss mehr als einmal im Jahr mit den Mitarbeitern gesprochen werden - es braucht ein regelmäßigen Dialog. GF und HR müssen wissen was die Belegschaft beschäftigt, sich um Belegschaft kümmern und die Unternehmenskultur pflegen.

PS: Eigentlich wollte ich in diesem Blogpost nur mal meine Gedanken zusammen sammeln - und "zack" auf einmal ist ein Roman daraus geworden. Sorry!


Freitag, 16. November 2012

Du bist eine Infografik - CVs von morgen oder sinnloses Lametta?


Informationsgrafiken werden schon seit dem 1800 Jahrhundert sehr geschätzt. In den letzten zwei, drei Jahren und nicht zuletzt auch durch die Social Media Power von Pinterest, werden Infografik-Lebensläufe immer beliebter. Wer sich mal ein Überblick über die Möglichkeiten machen will, der folge Randy Krum. Er hat auf Pinterest über 350 Lebensläufe gesammelt. Mittlerweile sind einige Online-Apps sind entstanden, die es jedem Laien ermöglichen, aus dem eigenen Lebenslauf eine Infografik zu machen.

Zum Beispiel:

Ich hab das mal ausprobiert (siehe unten). Bei allen Online-Apps kann man glücklicherweise die Daten aus LinkedIn, Facebook oder Google+ Accounts importieren, damit man schnell alle wichtigen Grunddaten zusammen hat. Man kann in der Regel Designs und Typographie aussuchen. Je nachdem wie man sich entscheidet, entstehenden dann die Infografik-Lebensläufe.

Aber machen diese Lebensläufe wirklich Sinn? Wie viele Varianten kann man schon generieren? Sind diese Lebensläufe wirklich übersichtlicher?

Meine persönliche Meinung: Nein. Nutzt man Online-Apps um einen Infografik zu erstellen, gibt es noch zu wenige Variationsmöglichkeiten. Der eigentliche Grund für einen Infografik-Lebenslauf, "das Besondere" nämlich, geht damit verloren (das ist auch der Grund, weswegen Zerply nicht wirklich rockt). Auch die erforderliche Übersichtlichkeit ist nicht gegeben - es wäre furchtbar, wenn sich die Bewerber regelmäßig mit solchen Lebensläufen bewerben würden. Es sieht halt nett aus und ist ein netter Gag zum Ausprobieren, das ist alles.

Infografik-Lebensläufe werden erst dann wirklich zum Linkbait, wenn auch der Content (wie eigentlich immer) stimmt und das Design überzeugend und überraschend ist (omBuzzer.de/Infografiken sind einfach der beste Linkbait). Aus meiner Sicht ist ein Infografik-Lebenslauf somit nur eine zu erwägende Option für diejenigen, die in der Lage sind eine individuelle, überzeugende und überraschende Infografik zu erstellen: Designer, Grafiker, Art Directoren o.ä.

Andererseits stehen die Online-Apps auch erst am Anfang. Vielleicht kommt das ja alles noch. Ich habe Eugene Barulin, Gründer von ResumUp.com gefragt, woran sie gerade arbeiten und wo es in der Zukunft bei resumUP hingeht ... hier seine Antwort:

"Hi Jannis,
Basically from a service of resume visualization we shift to a tool showing you Who and What you need to know to achieve your career goals. We testing this idea now. Career plan is hard to build due to weak relevance to each user but we work hard on our algorithms.
We have very long features list to show - from self assessment to work / educational offers, will see what comes out first).
Eugene"

Es bleibt also spannend und wir bleiben neugierig.


Freitag, 2. November 2012

DIE ZEIT: "Arbeitgeber sind sooo mies! Menno!"

Auf ziemlich unreflektierte und teilweise ahnungslose Weise befasste sich "DIE ZEIT" mit angeblich neuen Führungsmethoden. Vorallem Incentives wurden dabei auf das Korn genommen: Lunch mit Fachkräften und spannenden Themen während der Mittagspause, findet DIE ZEIT nicht gut. Kennenlernen von Kollegen zum Mittagessen durch die Personalabteilung organisiert, findet DIE ZEIT auch nicht gut. Auf freiwilliger Basis abends mal ein Bier mit den Kollegen, auch das findet DIE ZEIT gar nicht gut. Panzerrundfahrt als Teambuildingmaßnahme, findet DIE ZEIT ...

Die Autoren, Amrei Coen und Thomas Fischermann, von "Bespaßt und gequält - Wie deutsche Unternehmen Ihren Mitarbeitern eintrichtern: Selbstausbeutung macht Spaß" stellen fest, dass Personaler heutzutage da sind, um sich um "... die Abrichtung einer Generation von Beschäftigten" zu kümmern, "die die Interessen ihrer Arbeitgeber tief verinnerlicht – und sich dabei trotzdem frei fühlt. Eine merkwürdige neue Arbeitswelt," würde neuerdings  und ganz plötzlich entstehen, wo auf einmal "... voller Einsatz, Hingebung, Opferbereitschaft und wenn möglich sogar Begeisterung" gefordert werde. Eine Welt in der man nicht mehr Zeit für "... eine Freundin, (und) keine Zeit mehr für Freizeit" hat. In der das "Privatleben ... zu einer Art Zweitjob" wird. Ein Privatleben, das von Unternehmen diktiert wird.

Wie soll man so einen Unsinn bloß kommentieren?

Sie schreiben weiter: "Klassische materielle Anreize, mit denen Unternehmen früher ihre Mitarbeiter an sich banden, werden zusammengekürzt: das Weihnachtsgeld etwa oder die Betriebspension. Wo der Graben zwischen Theater und Wirklichkeit zu groß wird, empfinden Mitarbeiter die neuen Management-Techniken (gemeint sind Methoden die Identifikation mit dem Unternehmen/Teams stiften sollen) als Hohn."

Die 26 jährige Autorin Amrai Coen sollte es eigentlich besser wissen und in der Lage sein differenzierter zu werten. Ist sie doch selbst ein TOP-Beispiel für die von HR-Szene heiß geliebten Generation Y. Eine interessante, fast rastlose Biographie, denn Frau Coen "spielte jahrelang Frauen-Rugby beim FC St. Pauli und in der deutschen Nationalmannschaft, Rückennummer 11. Sie ist Halbmexikanerin, ging in Hamburg, Mexiko und Australien zur Schule. Verdiente ihr Geld mit Putzen und Burger servieren und war davon anderthalb Jahre mit dem Rucksack in der Welt unterwegs. Hat danach mit dem Schreiben angefangen, die Zeitenspiegel-Reportageschule und die Henri-Nannen-Schule besucht." Ich frage Sie, also Frau Coen, wie kann man Sie dazu überzeugen 3, 5 oder gar 10 Jahre in einem Unternehmen zu arbeiten und halbwegs zu performen? Mit Festgehalt und Weihnachtsbonus von 1000 Eu brutto?

Diese Biographien sind ja heutzutage nicht wirklich eine Seltenheit. Wie kann man überhaupt jemanden dieser Generation noch halten? Oder gar motivieren?

Ist es verwerflich, dass sich Personalabteilungen und ihre Geschäftführer darüber Gedanken machen, wie man mit Freude an der Arbeit gesteckte Ziele erreicht? Sie können heutzutage Mitarbeiter gar nicht mehr ausschließlich mit Geld befriedigen - Geld ist schon lange nur noch ein Hygienefaktor. Mitarbeiter von heute wollen anspruchsvolle Aufgaben, Verantwortung und Freiheit. Es sind nicht die Personaler, die diese Veränderung in der Gesellschaft antreiben. Personaler versuchen sich auf die "neuen" Interessen der Mitarbeiter einzurichten.

Gut, eine Panzerfahrt als Teambuildingmaßnahme ist nicht jedermanns Sache. Und ob eine solche Fahrt wirklich dem Teambuilding dient oder eher das Testosteron des Chefs zum puckern bringt, das kann ich nicht sagen. Aber zum Glück wird in Deutschland mehr als nur Panzer gefahren und im Wald herumgebrüllt.

Zum Beispiel trifft sich bei MSL Germany (bei dem Unternehmen, bei dem ich tätig bin) einmal im Jahr der komplette Nachwuchs (alle Trainees und alle Junioren) in Frankfurt, um einen Tag lang gemeinsam Vorträge zu hören und an Workshops teilzunehmen.  Am Abend wird noch gemeinsam lecker gegessen. DAS ist ein klassisches Teambuilding Event. Was soll daran problematisch sein?

Ich würde gerne mal wissen: Wie ist es eigentlich bei der Zeitung "Die Zeit", Frau Coen? Keine Lust, mal mit dem Chef-Redakteur mittags Essen zu gehen? Oder mit Giovanni di Lorenzo mal abends auf eine Pizza? Kommen Sie schon, das wäre schon cool, oder?


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