Freitag, 11. Januar 2013

Personalmarketing mit dem "Blubb" oder über die Kunst der Bild-Text-Schere

Wissen Sie was eine Bild-Text-Schere ist? Wenn nicht, dann ist dieser Blogpost für Sie eine gute Gelegenheit, diese kleine Bildungslücke jetzt zu schließen. Wernn ja, ach, dann lesen Sie denn Beitrag doch einfach trotzdem, weil ich mir so viel Mühe gegeben habe.

Die HORIZONT hat am 03.01. ("Reinsclassen realisiert Employer Branding Kampagne für SAS") über die neue Anzeige für SAS berichtet. Mit folgendem Motiv:






















Sie sehen hier eine super Vorlage, um die Frage "Was ist eine gute Bild-Text Schere?" zu besprechen. Bei einer Bild-Text-Schere entsprechen Bild und Text sinngemäß nicht - wie allgemein sonst üblich - zusammen, so dass eine überraschende Doppeldeutigkeit entsteht. Diese Mechanik ist schon uralt. Gut gemacht ist diese Methode nach wie vor eine der effektivsten, wenn es darum geht Aufmerksamkeit zu generieren.

Keine Frage, oben gibt es keine Bild-Text-Schere. Aber es passt auch nicht zum Text, bzw. zum Unternehmen. Bei der Kampagne hat man sich richtig viel überlegt und es offebar mit dem Tiefgang etwas übetrieben. Man fragt sich, was zum ... sucht die arme Frau im Wasser? Ist SAS ein U-Boot Hersteller? Eine Bergungsfirma? Eine Badeanstalt? Und: Kann man das große Ganze unter Wasser ohne Brille überhaupt sehen? Wozu die Taschenlampe, wo der Pool doch offenbar hell erleuchtet ist?

O.K., es sieht cool aus. Aber macht die Personalanzeige "mit Blubb" irgendwie Sinn?

Schauen Sie mal, so macht es BMW (siehe unten). Geht doch. Sympathisch, ohne viel Firlefanz und sogar mit einer klitzkleinen Pointe (hier sehen wir so einen halben Ansatz von Bild-Text-Schere).










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