Freitag, 14. Dezember 2012

Personalmarketing 2013? Egal was kommt, bitte kreativ!

Im Artikel der W&V vom 6. Dezember werden 19! Spezialisten aus Agenturen, Unternehmensberatungen und Unternehmen befragt, mit welchen Herausforderungen im Personalmarketing die Branche 2013 zu rechnen hat. Sparen wir uns eine Reihe von Worthülsen und alte Hüte, dann sind die O-Töne ganz interessant. Ich fasse zusammen:

- Analyse und Strategie und ihre crossmediale Umsetzung werden wichtiger
- Social Media spielt 2013 eine (das sehe ich übrigens total anders) nachrangige Rolle, ist nur ein (Informations-)Kanal
- Interaktive Jobbörsen sind im kommen (Xing, LinkedIn, kununu, meinPraktikum, Experteer, ö.ä.)
- Authentizität bleibt ein wichtiges Thema, insofern sind und bleiben Videos ein wichtiges Mittel
- Professionalisierung in der Zusammenarbeit zwischen Personal und Marketing (und GF)
- Mobile Recruiting ist der nächste Schritt

Das Personalmarketing deutlich kreativer werden muss und bestimmt auch wird, das wird jedoch von keinem der Experten erwähnt. Dabei ist das doch nur logisch: Je mehr Unternehmen sich im Bereich Personalmarketing Mühe geben desto schwieriger wird es Sichtbarkeit zu erlangen. Bei diesem Unterfangen ist also Content "King" - nicht nur der Authentizität wegen, sondern wegen seiner Attraktivität. Authentische Videos die gähnend langweilig sind, die bringen nun einmal nichts.

Nicht zu unrecht hat Kerkhoff den HR Excellence Award für ihre Website gewonnen - sympathisch, kreativ, modern und authentisch. Geht doch! Zukünftig werden wir uns eben ein wenig mehr einfallen lassen müssen. Wir müssen im Personalmarketing kreativ sein!

Fangen Sie doch schon mal an, nachfolgend ein paar Tipps: 

Source: behance.net via Jannis on Pinterest

Kommentare:

  1. Jannis, ich gebe dir ja Recht. Kreativ ja, aber nicht um jeden Preis. Und das trifft auch für die Kerkhoff-Website zu. Denn hier wurde mal wieder die (vermeintliche) Kreativität über alles andere gestellt: http://personalmarketing2null.de/2012/10/06/karriere-websites-usability-bewerber-kerkhoff-consulting-karstadt-praxis-check/ Oder auch hier, beim neuesten Kreativ-Erguss in Sachen Stellenanzeige: http://personalmarketing2null.de/2012/12/15/personalmarketing-mit-interaktiven-stellenanzeigen-memory-jobware-areva/
    Kreativ ist wichtig. Viel wichtiger ist aber die Fokussierung auf die Bedürfnisse der Bewerber. Und die bleiben allzu oft auf der Strecke!

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  2. Joah, recht hast du. Wobei es aus meiner Sicht nicht ein "viel wichtiger" gibt, sondern selbstverständlich viele Variablen beachtet werden müssen. In der Regel mangelt es am Ende jedoch an der Kreativität und an Mut. Ce ca. Leider.

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  3. 29 way to stay, great stuff, kann man das auch rauchen??? Kleiner Scherz, aber mit wenigen treffenden Worten, ein Schmunzeln oder "mmmh" entlockt und immer wieder selbsterkennend wie einfach doch alles ist.
    Grundsätzlich bin ich überzeugt, dass sich die Recruitingaktivitäten noch viel mehr als bisher in das web und all die schönen elektronischen Medien verlagern wird. Ja, Kreativität und vor allem Authentizität wird der Opener und Connector für die Zielgruppen sein. Wenn authentische Unternehmensvideos gähnend langweilig sind, so bleiben sie doch authentisch. In diesem Fall ist es dann halt so (wahrscheinlich das Video einer Behörde).
    Heute haben wir dank Nachfrage und der Ausrede No1, dem demografischen Wandel, einen Bewerbermarkt und die Unternehmen tun alles, um mit Kreativität ein besonders abhebendes Branding zu erreichen. Wohl an, so lang es nicht zur Hofnarretei ausartet, dürfen wir auf diese Entwicklung gespannt sein. Ich freue mich jedoch bereits heute auf das nächste Konjunkturtief und sage den Kinobesuchen adé, denn was kann noch unterhaltsamer sein als die Bewerber mit ihren Bewerbungskünsten, jedes Vorstellungsgespräch ein Feuerwerk kreativer Überraschungen.
    Hohoho, ich wünsche allen erholsame und besinnliche Festtage.

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