Freitag, 2. August 2013

Neuer Retainment-Trend aus Amerika: Unternehmen begeistern nicht mehr mit höherem Gehalt, sondern mit exzellenten Spartipps!

Meine wunderbare Blogger-Kollegin Nancy Tobler kümmert sich um unser englisch sprachiges Pendant Employer Brand's Friend. Gerade hat sie einen klasse Beitrag geschrieben, den ich unbedingt noch einmal hier zitieren und kommentieren möchte.

Offenbar gab es in den USA viele Mitarbeiter bei Mc Donald's, die mit ihren Gehältern nicht zufrieden waren. Anstatt jedoch mit den Mitarbeitern und Arbeitnehmervertretern zu sprechen, hat Mc Donald's den Spieß umgedreht und gesagt: "Hey, liebe Mitarbeiter, bitte! Ihr verdient nicht zu wenig, sondern gebt es falsch aus!"

Konkret rechnet Mc Donald's seinen Mitarbeiter vor (anklicken um zu vergrößern):


Zentrale Fakten werden komplett augeblendet bzw. Voraussetzungen angenommen, die jenseits von Gut und Böse sind.

Zum Beispiel geht Mc Donald's davon aus,  dass ...
  • ihre Mitarbeiter einen zweiten Job haben. Aber gut, Manager haben ja auch 80 Std. Wochen, da geht es ja auch.
  • jeder amerikanische Bürger ein Auto haben sollte, aber Benzin nicht notwendig ist. 
  • ihre Mitarbeiter Weicheier sind, wenn sie meinen, sie würden eine Heizung benötigen.
Stephen Colbert hat sich der Sache angenommen und die Vorschläge von Mc Donalds analysiert und kommentiert: 
  

Spaß beiseite. Natürlich hat die Presse bereits vielfach diese Geschichte kommentiert, unter anderem die International Business Times. Der Plan ist natürlich „unlivable“, also völlig unrealistisch. Mithin ein gezielter Schuss in das eigene Reputations-Knie.

Wie kann einem Unternehmen, das Jahr für Jahr Millionen in die Kommunikation steckt, eigentlich so nachlässig sein? Ich kann nur sagen, denkt an Warren Buffets Worte:
"It takes 20 years to build a reputation and five minutes to ruin it. If you think about that, you'll do things differently."

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