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Mittwoch, 11. Dezember 2013

Wir sind was ganz Besonderes – Respekt und Individualität als neue Trends im Recruiting

Coca Cola hat uns in der Werbung gezeigt, dass es geht – die ganz individuelle Ansprache der Zielgruppe in der breiten Masse. Für uns gab es eine eigene Flasche, auf der nur mein (Kose)Name steht. Schließlich sind wir jungen Berufseinsteiger auch etwas ganz Besonderes und wollen diese Wertschätzung erfahren – auch von unseren zukünftigen Arbeitgebern. Das fand trendence mit dem ersten trendMonitor zum Thema Mobile und Social Media Recruiting heraus, der in der kommenden Woche erscheint.

Vorbei ist die Zeit von Standardkommunikation – junge Berufseinsteiger wünschen sich mehr Individualität im Bewerbungsprozess. Ganz überraschend fand ich, dass sich ein Drittel der Befragten  (32 Prozent) die Kontaktaufnahme per Brief wünscht. Das beliebteste Medium der Kontaktaufnahme ist die E-Mail (56 Prozent), die Ansprache über Social Media wünschen hingegen nur 14 Prozent.


Was heißt das nun für Ihr Active Sourcing? Die Ergebnisse zeigen, dass sich Social Media Plattformen nicht fürs Recruiting eignen, sondern vorrangig für die private Kommunikation genutzt werden. Durch den sich verschärfenden Fachkräftemangel wachsen die Ansprüche junger Berufseinsteiger und die Unternehmen sind gezwungen, Talente persönlich und individuell anzusprechen. Sie wollen keine Standardschreiben, sie wollen merken, dass sich die Unternehmen sich bemühen und ihnen die entsprechende Wertschätzung zeigen.

Der trendMonitor von trendence zeigt dies. Denn über die Hälfte der Studierenden (54 Prozent) wünscht im Active-Sourcing-Prozess in der persönlichen Kommunikation das Gespräch mit dem Geschäftsführer, nur ein Viertel (24 Prozent) hat dies bisher auch schon erlebt. In der Regel werden potentielle Bewerber durch Personalverantwortliche (54 Prozent) und Headhunter (44 Prozent) kontaktiert. Besonders IT-Studierende wünschen sich zudem Mitarbeiter als Kommunikationspartner (53 Prozent).

Also, zeigt uns, dass ihr uns wirklich wollt und zeigt uns gegenüber den Respekt, den ihr von uns verlangt! So wie es die Axel Springer AG gerade in ihren Grundsätzen formuliert hat: "Wir behandeln jeden Mitarbeiter so, wie wir selbst behandelt werden wollen: respektvoll und warmherzig."

Respekt und Individualität – das sind für 2014 dann das wahrscheinlich die wichtigsten Trends im Recruiting-Prozess der Unternehmen. Ich bin gespannt auf die Umsetzung.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Wir schaffen das Praktikum ab

Brauchen bzw. wollen deutsche Unternehmen noch Praktikanten?

Bild: Sean MacEntee

Vor knapp neun Jahren wurde die Generation Praktikum ausgerufen. Junge Berufseinsteiger wurden regelrecht ausgebeutet, ohne angemessene Vergütung und Karriereperspektiven haben sie sich von einem Praktikum zum nächsten gehangelt. Das hat zu einem großen Aufschrei geführt. Es wurden Organisationen ins Leben gerufen, die sich der Problematik annahmen und die Arbeitsverhältnisse der einzelnen Unternehmen transparent machen. Irgendwann schaltete sich auch die Politik ein und entwarf Leitlinien sowie Musterverträge. Man sollte meinen, die Unternehmen haben au den Fehlern gelernt, zumal der Wettbewerb um fähigen Nachwuchs immer größer wird.

Doch aktuelle Studien und die Kommentare auf Arbeitgeberbewertungsportalen zeigen, dass es noch immer Unternehmen gibt, in denen sich nichts geändert hat. Beenden wir diese zähne und jahrelange Diskussion doch einfach mit der Abschaffung der Praktikums! Oder wir sprechen weiterhin über das Thema "Arbeitsbedingungen junger Berufseinsteiger" und entwerfen ein neues Praktikumsmodell – das Praktikum 2.0. Oder wir schaffen eine offizielle Abmahnungsstelle für schlechte Unternehmen und verhängen Verbote und Auflagen für die Ausschreibung von Praktika.

Mit diesen Themen beschäftigt sich der bundesweite Tag der Praktikanten, der am 2. Dezember in Berlin im Axel-Springer-Hochhaus. Es werden die besten Arbeitgeber für Praktikanten ausgezeichnet. Auch die Praktikanten des Jahres werden gekürt, für die Sie noch Vorschläge einreichen können.

Mehr Informationen unter www.tag-der-praktikanten.de. 

Dienstag, 4. Juni 2013

Axel Springer sucht Mitreisende auf dem Weg zum führenden digitalen Medienunternehmen


Die Digital Natives sind mit modernen Technologien aufgewachsen, das Internet ist aus ihrem Alltag nicht wegzudenken. Vernetzung und Informationen in Echtzeit sind ihnen wichtig.

Nun strömt diese Generation auf den Arbeitsmarkt – die Fach- und Führungskräfte von morgen sind stark umworben. Daher richten immer mehr Unternehmen ihre Personalmarketing-Aktivitäten danach aus. Das Medienunternehmen Axel Springer inszeniert sich aktuell mit dem Gründermythos großer digitaler Unternehmen, wie Apple oder Google.

"It doesn't matter where you come from. As long as you know where you want to go", so die abschließendes Worte des Videos. Das Verlagshaus will sich zukünftig verstärkt als Kenner der Digitalbranche positionieren und begibt sich mit der neuen Kampagne auf die Suche nach geeigneten Talenten, die das Unternehmen auf der Reise zum "führenden digitalen Medienunternehmen" begleiten. Vieles ist geplant – so soll außerdem ein Mediencampus in Berlin entstehen. Außerdem beteiligt sich Axel Springer an der Start-up-Eventreihe "hy!", die gerade in Berlin stattfindet.

Bereits im September 2012 war BILD-Chefredakteur Kai Diekmann ins Silicon Valley gegangen, um sich über die dortige Start-up-Szene zu informieren und sich zu vernetzen. Wozu diese Reise geführt hat zeigt sich an seiner optischen Verwandlung zum Nerd. Wir dürfen also gespannt sein, wohin sich das Medienhaus entwickeln wird.

Axel Springer gelingt damit wieder eine Personalmarketing-Kampagne, die – fernab der gewöhnlichen Kampagnen und dem üblichen Blabla – für Aufmerksamkeit sorgt und neugierig macht.

RJ

Freitag, 21. Oktober 2011

Klasse Recruitingkampagne von Axel Springer!

Ich freue mich ja immer wieder, wenn es mal ein Unternehmen gibt, das den Mut hat auch mal kreative Wege zu gehen. Am Mittwoch wurde die neue Kampagne präsentiert, mit der "Axel Springer und Scholz and Friends  ... Talenten Freiheit" (Blogger mag das kaufmännische UND leider nicht, sorry!) versprechen. In "acht Motiven, die in verlagseigenen Print- und Onlinemedien wie „Bild“ und „Die Welt“ geschaltet werden, ist beispielsweise ein „Stellvertretender Chefredakteur mit Bling-Bling Expertise für In-Your-Face Journalistic Rioting“ zu sehen – im wahren Leben Michael Paustian, stellvertretender „Bild“-Chefredakteur. ... ". Die Idee: "Die überdrehten Job-Titel-Zitate sollen zeigen, dass das ehemals klassische Zeitungshaus Axel Springer mittlerweile auch all die digitalen Arbeitsplätze bietet, die hinter den unverständlich formulierten Positionen anderer Arbeitgeber stecken." Nachfolgend die beiden Motive die in der HORIZONT vorgestellt wurden.


Ich finde die Idee klasse, weil sie die Titel-Hascherei auf's Korn nimmt und die Plakate dadurch ein echter Blickfang sind. Als ich noch bei Scholz and Friends NeuMarkt als HR Manager tätig war, hatte unser damaliges Kreativ-Team einen ganz ähnlich guten Ansatz ...




Allerdings war unser Gedanke ein "tick" anders, denn die Subline war "Vor dem Ruhm kommt die Bewerbung ...". Nach dem Motto, bevor man sich über wilde und tolle Titel Gedanken macht, sollte man sich erst einmal bewerben - für ein Praktikum zum Beispiel.


tweetmeme