Freitag, 24. August 2012

Der Mythos vom Mythos Fachkräftemangel

Die neue IAB Studie räumt alle Zweifel beiseite. Es gibt den Fachkräftemangel. Alle, die diesen Sachverhalt negieren, haben offenbar in den letzten Jahren nicht in der Personalbeschaffung gearbeitet. 

Der Spiegel hat sicherlich nicht Unrecht, man muss bestimmt nicht jeder Sau hinterherrennen, die durch das Dorf getrieben wird (Mythos Fachkräftemangel, März 2012).  Aber bitte, lieber Spiegel, so wie auf dem Schweinemarkt, geht es heute keineswegs auch auf dem Akademikermarkt zu (sympathisch, lecker, pikante Analogie!). Der Spiegel unterstellt dem VDI und der Agentur für Arbeit, man würde den Fachkräftemangel Pi mal Daumen errechnen, bzw. es würde der Teufel zu Unrecht an die Wand gemalt und selbst? 

Der Spiegel selbst spricht von den Akademikern und den Ingenieuren, dabei geht es beim Fachkräftemangel um deutlich mehr. Es geht um TOP-Nachwuchs in Zeiten in denen Pisa noch seine Schatten wirft UND Fachkräfte sind nicht nur Ingenieure! Es geht z.B. um gute Controller, Einkäufer, IT-Fachkäfte unterschiedlichster Art, Spezialisten für den Bau und die Produktion. Fast alle Personaler können darüber Lieder singen. Es geht also am Ende nicht darum wie groß die Fachkräftelücke ist oder wer sich irgendwie verzählt haben könnte, sondern darum, dass wir eine Fachkräftelücke haben. 


Kommentare:

  1. Jou, Jannis, du triffst den Nagel mal wieder sehr schön auf den Kopf! ABER: Nichtsdestotrotz, viele Unternehmen müssen sich leider an die eigene Nase fassen (lassen), denn vieles von dem ist hausgemacht: Zuwenig Ausbildung, zu hohe Anforderungen/Erwartungen, oberflächliche Auswahlverfahren, nicht nutzen aller Potenziale von Personalmarketing-Maßnahmen. Egal, ob print oder online! :-)

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  2. Hallo Jannis,

    schöner Artikel - das Thema kann gerne deutlich ausgedrückt werden.

    Interessant in diesem Kontext auch der Artikel (und auch die Diskussion) hier: http://employerreputation.wordpress.com/2012/08/07/fachkraeftemangel/

    Gruß

    Tim

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    1. Hallo Tim, das habe ich ja erst heute gesehen, dass Du hier auf meinen Artikel hingewiesen hast. Vielen Dank dafür!

      Liebe Grüße,

      Ina Ferber

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  3. Lieber Henner, merci! Mir ging es hauptsächlich darum, dass es immer hin und her geht und permanent gezweifelt wird. Es gibt den Fachkräftemangel. Punkt. Das wollte ich sagen. Inwiefern Unternehmen die ohnehin schwierige Lage noch für sich verschlimmern, dass ist noch eine ganz andere Tasse Tee :)

    Hallo Tim, vielen Dank für den Hinweis!

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