Freitag, 4. Februar 2011

LinkedIn vs. XING. XING gibt sich doch nicht geschlagen! Marc-Sven Kopka (VP Corporate Communications) erklärt warum!

Marc-Sven Kopka, VP Corporate Communications bei der XING AG, hat freundlicherweise meine Fragen beantwortet.

Zur Erinnerung: Wie bereits im Blog beschrieben, fing alles an, als ich mich darüber geärgert hatte, dass InMails auf LinkedIn so teuer sind. Mitgründer und Marketingleiter bei LinkedIn, Konstantin Guericke, schrieb auf meine Frage "Warum ist LinkedIn so teuer?", dass man bei LinkedIn gar keine Premiummitgliedschaft braucht, um 10 Millionen Kontakte zu machen. Blogger Stephan Koss kommt in einem Vergleich sogar auf einen 45 zu 11 Punkte Sieg für LinkedIn.

Wie beurteilen Sie den Vergleich von Stephan Koss? Müssen Sie sich wirklich mit 45 zu 11 geschlagen geben?
Nein. Zunächst ist der Vergleich nicht aktuell, er wurde im Sommer vergangenen Jahres erstellt. Und seitdem hat sich bei XING viel getan. Insbesondere unsere Basis-Mitglieder haben von der Freischaltung von verschiedenen Features profitiert: Sie können unbegrenzt Nachrichten an ihre eigenen Kontakte schreiben. Sie können Statusmeldungen posten und den Bereich „Neues aus meinem Netzwerk“ nutzen. Darüber hinaus profitieren sie von allen Neuerungen aus dem vergangenen Jahr genauso wie Premium-Mitglieder, darunter fallen der „Mobile Handshake" oder die neue Suche. Auch in diesem Jahr werden wir für Premium- wie Basismitglieder neue Produkte und Features auf die Plattform bringen, die das Netzwerken noch leichter und effizienter gestalten.

Können Sie mir fünf gute Gründe nennen, warum ich mich für XING und nicht für LinkedIn entscheiden sollte?
XING lohnt sich. XING bietet im deutschsprachigen Raum das mit Abstand größte, dichteste Netzwerk. XING ist das aktivste Business-Netzwerk weltweit. XING verknüpft nicht nur online, sondern auch offline. Allein im vergangenen Jahr sind rund 180.000 Events über die Plattform organisiert worden. Und: XING ist darauf ausgelegt, das eigene Netzwerk zu erweitern, neue Kontakte zu knüpfen, sich zu vernetzen. Wir lassen die Menschen selbst entscheiden, mit wem sie in Kontakt treten wollen und sind nicht bloß eine Plattform, auf der man seinen CV hinterlegt.
Lassen Sie mich noch einen weiteren Punkt hinzufügen: Wir nehmen das Thema Privatsphäre sehr ernst. Für uns sind das keine „Alte-Leute-Sorgen“, sondern eine Voraussetzung für seriöses Business-Networking im beruflichen Alltag.

10 Millionen XING-Mitglieder weltweit klingt ja erst einmal ganz klasse (90 Millionen LinkedIn- Mitglieder weltweit). Aber mal Hand aufs Herz, Xing ist doch eher ein in Deutschland etabliertes Netzwerk und international eher mit schwachem Auftritt. Ist das vielleicht – auch langfristig - ein Punkt der an LinkedIn geht?
Richtig ist, dass unsere Kernmärkte die deutschsprachigen Länder sind sowie die Türkei und Spanien. Im deutschsprachigen Kernmarkt wachsen wir schneller als jedes andere beruflich genutzte Netzwerk. Für jedes Mitglied, das unser nächster Wettbewerber in Deutschland gewinnt, gewinnen wir beispielsweise drei. Und dieser Markt ist noch längst nicht ausgeschöpft: In Deutschland nutzen derzeit lediglich fünf Prozent der Bevölkerung berufliche Netzwerke. In Ländern wie den Niederlanden, USA oder England sind es rund zehn Prozent. Es gibt Branchen, da ist berufliches Netzwerken eine Selbstverständlichkeit. In vielen traditionelleren Bereichen ist das noch ein völliges Fremdwort. Sie sehen also, dass gerade unser eigenes Heimatland noch eine Menge Chancen für Wachstum bietet.

Auf welche Themen in der Entwicklung fokussiert sich Xing 2011 bzw. welche Funktionalitäten werden ausgebaut – worauf dürfen sich Xing-Mitglieder in naher Zukunft freuen?
In diesem Jahr wird sich viel bei XING tun. Mit der Übernahme von amiando, dem größtem Anbieter für Online-Eventmanagement und -Ticketing in Europa, können wir unseren Mitgliedern auf XING künftig einen integrierten, umfassenden Service für die Abwicklung von Events bieten. Spannend wird auch die Fortsetzung der im Herbst gestarteten Produktoffensive. Unsere Nutzer dürfen gespannt sein.

Herr Marc-Sven Kopka, ich danke Ihnen für Ihr Feedback und die ausführliche Beantwortung meiner Fragen.

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